Sonation Säulenöfen für nano ESI

Entwickelt am Max-Planck-Institut für Biochemie Martinsried dient der Sonation Säulenofen der Temperierung der Trennsäule in nano ESI Anwendungen.
Durch eine konstante Säulentemperatur werden Messungen deutlich genauer und durch eine höhere Säulentemperatur können bei gleichbleibendem Druck deutlich höhere Flüsse erreicht werden. Dies führt dazu, dass die Mess- und Waschzyklen erheblich beschleunigt werden können und damit die Auslastung des Analysegeräts verbessert wird

Entwickelt mit der Zielsetzung, einige Probleme im Arbeitsablauf von ESI-Nanospray zu lösen

Durch die präzise Temperaturregelung wird die Temperatur der Säule konstant auf einem Wert gehalten, wodurch die Ergebnisse unabhängig von der Raumtemperatur sind und dadurch reproduzierbar und vergleichbar werden.
Durch eine höhere Säulentemperatur wird erreicht, dass bei gleichbleibendem Druck der Fluss erhöht wird bzw. bei gleichbleibendem Druck und Durchsatz längere Säulen verwendet werden können.
Über die mitgelieferte Software kann die Temperatur am Analysenrechner eingestellt werden. Für automatisierte Anwendungen kann die Säulentemperatur über einen Steuereingang oder über eine Programmschnittstelle gesteuert werden.

Grundlegende Informationen

Raumtemperaturunabhängige Messergebnisse
Schwankt die Temperatur der Säule während einer Messung, schwankt dadurch auch die Viskosität der Probe, was zu unterschiedlichen Flussgeschwindigkeiten führt. Diese Schwankungen machen sich im Ergebnis negativ bemerkbar.
Wird eine Probe bei unterschiedlichen Säulentemperaturen gemessen, ist das Ergebnis nicht vergleichbar.
Die Temperatur ist also ein Maßgeblicher Faktor und sollte bekannt sein und konstant gehalten werden.
Schwankungen der Raumtemperatur haben verschiedene Ursachen. Beispielsweise ändert sich in nicht klimatisierten Räumen die Temperatur über den Tag durch die sich änderende Außentemperatur. Aber auch in klimatisierten Räumen ändert sich die Temperatur z.B. durch direkte Sonneneinstrahlung.
Die Klimaanlage selbst sorgt in den meisten Fällen zu einer zyklischen Änderung der Raumtemperatur. Die Temperatur schwingt sozusagen um den eingestellten Sollwert.

Der Säulenofen sorgt nun durch seine präzise Temperaturregelung dafür, dass die Temperatur der Säule auf einem bekannten und konstanten Wert gehalten wird. Dadurch werden die Ergebnisse verglichbar und reproduzierbar.

Schnellere Wasch- bzw. Messzyklen
Durch eine höhere Säulentemperatur sinkt die Viskosität der Probe bzw. des Lösemittels, was zur Folge hat, dass bei gleichbleibendem Druck eine deutlich höhere Flussgeschwindigkeit erzielt wird. Dadurch lassen sich sowohl die Mess- wie auch die Spülzyklen deutlich beschleunigen.
In einem gegebenen Zeitraum lassen sich dadurch deutlich mehr Proben messen als bei der selben Messung bei Raumtemperatur.

Ermöglicht den Einsatz von längeren Säulen bei gleichbleibendem Druck
Die Säulenlänge ist oft durch den maximalen Druck der HPLC limitiert. Sinkt nun durch die höhere Säulentemperatur die Viskosität der Probe bzw. des Lösemittels, kann bei gleichbleibdendem Druck eine deutlich längere Säule eingesetzt werden.